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Das Wasser des Lebens (D 2017)

König Ansgar will einen seiner beiden Söhne zu seinem Nachfolger ernennen. Lennard, der jüngere, ist klug und hat ein gutes Herz. Sein Bruder Falk ist machtbewusst und kämpferisch. Viel Zeit bleibt dem König nicht, denn er ist sterbenskrank. Nur das Wasser des Lebens kann ihn vielleicht noch heilen. Lennard ist bereit, sich auf den Weg zu machen. Aber Falk hält ihn für ungeeignet, das Abenteuer zu überstehen. Überzeugt davon, dass ihm der Thron zusteht, hofft er, sein Vater macht ihn zum König, wenn er das Wasser findet.
Aber Falk verirrt sich im Wald. Dort trifft er auf Salwa. Überheblich ignoriert Falk die geheimnisvolle Frau und reitet weiter. Doch dabei stürzt er in eine Schlucht. Gegen den Willen des Vaters bricht Lennard auf, um Falk und das heilende Wasser zu finden. Er trifft auch auf Salwa, aber behandelt sie großzügig und sie weist ihm den Weg zum Schloss, in dem er das Wassers des Lebens findet. Doch das Schloss ist verflucht und die heilende Wasserquelle versiegt. Im Schloss findet er die schlafende Prinzessin Friederike. Er küsst sie wach und gemeinsam lösen sie den Fluch. Doch um das Schloss zu verlassen, muss Lennard Friederike zunächst zurücklassen. Auf dem Heimweg findet Lennard den verwundeten Falk und heilt ihn mit dem Wasser. Dieser tauscht jedoch das Wasser des Lebens heimlich aus.
Zurück im elterlichen Schlosst gibt Lennard ahnungslos seinem Vater das falsche Wasser zu trinken und dem König geht es schlechter. Nun reicht Falk dem König das echte Wasser des Lebens. Aus Dankbarkeit will ihn sein Vater zum Nachfolger ernennen. Aber Lennard durchschaut ihn. Falk überzeugt den König, Lennard wolle sie beide ermorden. Der Jäger soll daher Lennard töten. Aber der täuscht den Mord nur vor und lässt Lennard fliehen. Inzwischen hat sich Friederike aufgemacht, um Lennard zu finden. Bei der Krönungsfeier gibt sie sich zu erkennen und berichtet von Lennards Heldentaten. König Ansgar, untröstlich im Glauben Lennard sei tot, verurteilt Falk zum Tode. Jetzt gibt sich auch Lennard zu erkennen. Werden bald ein erwachsen gewordener, gerechter König und eine selbstbewusste, kluge Frau das Reich in die Zukunft führen?

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Filminformationen
Regie: Alexander Wiedl
Drehbuch: David Ungureit
Kamera:
Marco Stotz
Ton:
Raoul Grass
Schnitt:
Claudia Fröhlich
Musik:
Marian Lux
Kostüme:
Verena Reuter-Züll
Maske:
Elke Hahn
Szenenbild:
Florian Haarmann
VFX-Supervisor:
Tobias Kreissl
Produktion:
ProSaar Medienproduktion
Produktionsleiter: Heidi Schuller,
Wolfram Gumbert-Brewitt
Produzent: Martin Hofmann
Producer: Julia Sturm
Redaktion:
Matthias Körnich (WDR)
Herstellungsleiter: Andreas Berndt
Auftragssender:
ARD, WDR
Drehorte: Schloss Garath, Bergbaumuseum Mechernich, Schloss Hülchrath, Schloss Gymnich, Stift Ehreshoven
Drehbeginn: 08.06.2017
Drehende:
29.06.2017
Erstausstrahlung:
25.12.2017 (ARD)
DVD-VÖ:
08.12.2017
Spieldauer:
60 Minuten
Autor:
Brüder Grimm
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Darsteller

Prinzessin Friederike: Marlene Tanczik
Prinz Lennard:
Gustav Schmidt
Prinz Falk:
Gil Ofarim
König Ansgar:
Matthias Brenner
Salwa:
Denise M'Baye
Jäger Baldur:
Luca Zamperoni
Leibarzt:
Ingolf Lück
Stallbursche Gunther:
Marcel Gewehr

Fotos: WDR / Kai Schulz, Michael Böhme
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Autor Marcel Zischg

Marcel Zischg, geboren 1988 in Meran, aufgewachsen in Naturns im Vinschgau.
Nach dem Schulabschluss an der Handelsoberschule „Franz Kafka“ in Meran folgt das Studium der Germanistik in Innsbruck.
Unter dem Titel „Sehnsucht“ erschien im Jahr 2010 Zischgs Erzählung „Das Haus“ in der Studentenzeitschrift „Der Kaktus“ der Universität Innsbruck.
Im August 2012 schloss Zischg sein Bachelorstudium in Germanistik ab. Seit Oktober 2012 studiert er wieder Germanistik, diesmal als Masterstudium. Mitte 2013 wird Zischgs erster Erzählband „Familie am Bach“ im Provinz-Verlag in Südtirol erscheinen.

Unter der Regie von Alexander Wiedel entstand eine neue Filmversion zum Grimmschen Märchen „Das Wasser des Lebens“ – die Geschichte ist komplex und dicht, dürfte aber bekannt sein: Drei junge Prinzen sollen ausreiten, ihrem Vater, der im Sterben liegt, das Wasser des Lebens zu bringen, welches jede schwere Krankheit heilen soll. Nach einigen schweren Prüfungen ist es der jüngste und gutmütigste Sohn, der diese Heldentat vollbringt.

Im Film sind die drei Brüder zu zweien reduziert: Der König (dargestellt von Matthias Brenner) bevorzugt Prinz Falk (gekonnt hinterlistig und kaltherzig dargestellt von Gil Ofarim) gegenüber Prinz Lennard (Gustav Schmidt): Dadurch findet die im Märchen klassische Polarisierung zwischen Gut (Prinz Lennard) und Böse (Prinz Falk) ihren Ausgangspunkt. Die Prüfungen, die Prinz Lennard im verwunschenen Schloss durchläuft, sind so nicht in der Grimmschen Vorlage enthalten und erscheinen, bis auf die dritte, sehr rätselhaft. Sie muten dadurch jedoch symbolisch an und könnten für die Eigenschaften stehen, die ein König in stürmischen Zeiten seiner Regentschaft beweisen muss: Logisches und kluges Denkvermögen, Bewahren von Ruhe in brenzligen Situationen und Authentizität (dritte Prüfung) anstatt einem Leben in einer selbstsinnigen, bequemen Lüge.

Einige andere Motive aus der Grimmschen Vorlage sind ebenso symbolisch stark umgesetzt – besonders eindrucksvoll stockt dem Zuschauer der Atem, wenn der zu Unrecht beschuldigte Prinz Lennard im Wald vom Jäger getötet werden soll, nachdem sich Prinz Falk ungerechterweise das Wasser des Lebens angeeignet hat, um seinen Vater zu täuschen.

Der Film besitzt die Tiefe der Textsymbolik, ohne dabei ‚nur‘ originalgetreu den Text abzubilden. Viele Gedanken finden sich im Geiste des Zuschauers angesprochen – ein inspirierendes Filmerlebnis, vor allem für Erwachsene.

31.12.2017

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